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Fehlertoleranz-Evaluierung mithilfe nicht-intrusiver Fault Injections

Kooperation von jambit mit Projektpartnern auch auf wissenschaftlicher Ebene

Gemeinsam mit zwei Kollegen aus dem Siemens-RACE-Projektteam und einem Professor der TU München hat der jambitee Tim Rohlfs ein Paper veröffentlicht: „Qualitative evaluation of fault hypotheses with non-intrusive fault injection“. Anfang November wurde es auf dem "5th IEEE International Workshop on Software Certification (WoSoCer 2015)" im Rahmen des "IEEE International Symposium on Software Reliability Engineering (ISSRE)" in Washington, D.C., USA, präsentiert.

In einem Kurzinterview gibt Tim Rohlfs Einblicke in die gemeinsame Forschungsarbeit.

Mit welcher Fragestellung beschäftigt ihr euch in dem Paper?

Es geht um die Frage, wie man prüfen kann, ob sich ein System bezüglich eines gegebenen Fehlermodells fehlertolerant verhält. Einfach gesagt: Jemand entwirft ein abstraktes Modell von möglichen Fehlfunktionen und deren Ursachen und will nun prüfen, ob das System gemäß dieses Modells in der Lage ist, Fehler zu verkraften, also sie im laufenden Betrieb zu erkennen und unter Umständen sogar zu beheben.

Welchen Lösungsansatz habt ihr entwickelt?

Das Paper stellt eine domänenspezifische Sprache (DSL) vor, mit der entsprechende Tests für zeitgesteuerte Echtzeitsysteme beschrieben werden können. Diese Tests manipulieren das zu testende System und fügen absichtlich Fehler ein (sogenannte Fault Injections). Dies geschieht jedoch auf nicht-intrusive Weise. Nicht-intrusiv bedeutet, dass der Testvorgang das zu testende System (möglichst) nicht systemisch verändert. Denn sonst würde man prinzipiell ein anderes System testen als das, was letztlich in die Produktion geht.

Wie kam die Zusammenarbeit an dem Paper mit deinen Kollegen aus dem Siemens-RACE-Team zustande?

Ich arbeitete mit den Kollegen an einem Teil der Testsoftware für das RACE-Projekt. In diesem Rahmen diskutierten wir auch theoretische Aspekte des Testsystems, und ich erfuhr, dass ein entsprechendes Paper in Arbeit war. Ich las einen Entwurf des Papers, machte Anmerkungen und implementierte einen prototypischen Compiler für die DSL. Ergebnisse und Erfahrungen aus dieser Arbeit flossen in das Paper ein.

Für nähere Informationen zu der Forschungsarbeit und den Ergebnissen können Sie uns gerne kontaktieren.